Fachinformation

Hirntod und Organtransplantation

Für kaum ein bioethisches Thema wird soviel Werbung gemacht wie für die Organspende. Umstritten ist dabei der Hirntod als Kriterium für die Organentnahme. Nach Ansicht der Kritiker ist der Hirntod nicht der Tod des Menschen sondern ein unumkehrbarer Prozess im Sterben, der Begleitung bedarf. Zudem ist die Hirntodfeststellung nicht so sicher wie vielfach behauptet.

Hier finden Sie Fachinformationen zum umstrittenen Hirntod und Organtransplantation / Organspende.

Übersicht

Rechtliche Regelungen

Nach dem TPG trägt die Bundesärztekammer gemeinsam mit dem GKV-Spitzenverband und der Deutschen Krankenhausgesellschaft eine unmittelbare strukturelle Verantwortung für den Bereich der Organspende und Transplantation. Zudem konkretisiert die Bundesärztekammer im gesetzlichen Auftrag die Einzelkriterien für die Allokation postmortal gespendeter Organe. Für diese Angelegenheiten der Organtransplantation hat die Bundesärztekammer eine Ständige Kommission eingerichtet.

Grundlegendes zu Hirntod, Organspende und Widerspruchslösung

12. September 2018

Debatte um Widerspruchslösung: Der Leib ist kein Ersatzteillager

Die „doppelte Widerspruchslösung“ des Gesundheitsministers Jens Spahn ist keine Lösung für die Krise der Transplantationsmedizin. Von Professor Paul Cullen

Der Beitrag erschien in „Die Tagespost“ am 12.09.18

17. März 2020

17: Hirntod und Transplantationsmedizin: Sterben als soziales Konstrukt?

Am 15. Dezember 2016 hielt Prof. Axel W. Bauer an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg einen bemerkenswerten Vortrag zum Thema „Hirntod und Transplantationsmedizin: Sterben als soziales Konstrukt?“. Der Vortrag wurde am 14.03. und 16.03.17 in zwei Teilen auf kath.net veröffentlicht.

### Vorträge der 18. Jahrestagung der Ärzte für das Leben, Fulda 2013

Zwei Vorträge bei der Bundesdelegiertenversammlung der Aktion Lebensrecht für Alle e. V. (ALfA) gemeinsam mit der 18. Jahrestagung der Ärzte für das Leben im Bonifatiushaus Fulda am 7. Juni 2013:

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„Wie tot sind Hirntote? Das Transplantationsgesetz und seine ethischen Fallstricke“ Prof. Dr. Axel Bauer, Heidelberg · Fulda, 7. Juni 2013 · 174 kB
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„Juristische Aspekte der Hirntod-Definition“ Rainer Beckmann, Richter am Amtsgericht Würzburg · Fulda, 8. Juni 2013 · 2,0 MB
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Der „Tod“ des Organs Gehirn ist nicht der Tod des Menschen Rainer Beckmann · 09.03.12

4. August 2010

Debatte um Hirntod und Organspende

Im „Lebensforum“ Ausgabe 94 – 2/2010 vom Juli 2010, Zeitschrift der Aktion Lebensrecht für Alle e.V. (AlfA), gibt es zwei lesenswerte Artiklel zur Debatte um die Organspende und den Hirntod.

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Silber statt Gold Dr. med. Dr. theol. hc. Maria Overdick-Gulden · Lebensforum 94 – 2/2010, Juli 2010, Zeitschrift der Aktion Lebensrecht für Alle e.V. (ALfA)

Die Hirntod-Debatte muss weitergehen. Und dies obwohl – wie die Ärztin Maria Overdick-Gulden hier behauptet – längst klar sei,dass Hirntote keine Leichen seien. Die Frage, die nun gestellt werden müsse, laute – so die Autorin weiter -, ob und wie sich Organspenden künftig verantworten lassen. Mit diesem leidenschaftlichen Beitrag setzt „LebensForum“ seine 2007 begonnene Debatte über die These, der Hirntod sei auch der Tod des Menschen, fort – eine These, die auch unter Lebensrechtlern ernstzunehmende Befürworter wie Gegner hat.

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Her mit den Organen! Stefan Rehder · Lebensforum 94 – 2/2010, Juli 2010, Zeitschrift der Aktion Lebensrecht für Alle e.V. (ALfA)

Johann Wolfgang von Goethe wollte den Menschen noch „edel“, „hilfreich“ und „gut“. Heute sind nicht wenige der Ansicht, der Mensch müsse bloß „nützlich“ sein, um auch „gut“ zu sein. Zwei Bioethiker fordern jetzt, auch Schwerkranke sollten sich nützlich machen: als Organspender!

23. Januar 2010

Zur Diskussion um Organspende und den Hirntod

Organspende von doch nicht ganz Toten? Wie weit eine ‚Ethik des Heilens‘ sich legitimieren will, zeigt eine aktuelle medizinische Debatte in USA:

Die Transplantationsmedizin beginnt sich von der „Tote-Spender-Regel“ zu verabschieden: Die „Tote-Spender-Regel“ (Dead Donor Rule), die seit rund 40 Jahren in der Transplantationsmedizin akzeptiert ist, formuliert zwei ethische Normen, die die Praxis der Organentnahme betreffen: Lebenswichtige Organe dürfen nur von toten Patienten entnommen werden; lebende Patienten dürfen nicht für oder durch eine Organentnahme getötet werden. Derzeit gibt es Bestrebungen, das Konzept des Hirntodes oder des Herztodes auszuhöhlen und die Entnahme lebenswichtiger Organe zur Organspende bereits bei Lebenden zu legitimieren. Linus S. Geisler warnt vor einem fundamentalen Tabubruch.

Die Frage, ob es sich beim Hirntod tatsächlich um den Tod des Menschen handelt, wird innerhalb der medialen Öffentlichkeit weiterhin kontrovers diskutiert. Wir geben Hinweise.

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„Hirntod“ und „Organspende“ Dr. med. Dr. theol. h. c. Maria Overdick-Gulden · LebensForum 89 – 1/2009, März 2009, Zeitschrift der „Aktion Lebensrecht für Alle“ ALfA e.V.

Anders als die Frage, ob es sich bei dem Embryo im Mutterleib um einen Menschen handelt, wird die Frage, ob der Hirntod tatsächlich der Tod des Menschen sei, selbst unter Lebensrechtlern heftig diskutiert. Prinzipiell sind drei Antworten denkbar: Der Hirntod ist der Tod des Menschen (Mehrheitsmeinung). Der Hirntod ist nicht der Tod des Menschen (Minderheitenmeinung), und alternativ: Die Frage ist nicht entscheidbar.

## Aktuelle Meldungen zum Thema Hirntod und Organtransplantation

Eine Auswahl an Meldungen zum Thema in Ergänzung zu den grundlegenden Texten finden Sie unter Neues zur Organspende, Transplantation und Hirntod.

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