Fachinformation

Neues zu Organspende, Transplantation und Hirntod

  1. 2024

  2. Bild Organspenderausweis

    18.11.24: Deutscher Bundestag: Fraktionsübergreifender Gesetzentwurf zu Widerspruchslösung bei Organspenden eingebracht

    Kurz vor dem Ende der aktuellen Legislaturperiode hat eine fraktionsübergreifende Abgeordnetengruppe am 14.11. einen Gesetzentwurf zu Widerspruchslösung bei Organspenden eingebracht. Damit soll noch kurz vor Schluss die Widerspruchsregelung eingeführt werden und jeder automatisch nach festgetelltem Hirntod zum Organspender werden, sofern er oder sie nicht zu Lebzeiten ausdrücklich widerspricht. Ein diesbezüglicher Vorstoß ist bereits 2020 krachend gescheitert im Parlament.

    Weitere Informationen:

    Vorstoß zur Widerspruchsregelung bei der Organspende hib – Heute im Bundestag 18.11.24

    Entwurf eines Vierten Gesetzes zur Änderung des Transplantationsgesetzes – Einführung einer Widerspruchsregelung im Transplantationsgesetz Deutscher Bundestag, 20. Wahlperiode, Drucksache 20/13804 vom 14.11.2024 (20 Seiten, PDF-Format)

  3. 02.06.24: Organspende-Debatte: Herz-Kreislauf-Tod statt Hirntod als Entnahmekriterium?

    Anlässlich des Tages der Organspende am 01.06.24 hat der Medizinische Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), Axel Rahmel, einen Systemwechsel vom Hirntod zum Herz-Kreislauf-Tod bei der Organspenderegelung ins Spiel gebracht.

    Im Gespräch mit dem Deutschen Ärzteblatt verwies er dabei auf Erfahrungen in Nachbarländern, wo dies praktiziert wird und für mehr Organentnahmen sorge. Bisher gilt in Deutschland der Hirntod als Kriterium für eine Organentnahme. Weiters forderte Rahmel die Einführung einer Widerspruchslösung, wonach jeder zum Organspender wird, der nicht ausdrücklich zu Lebzeiten widersprochen hat.

    Weitere Informationen:

    Systemwechsel zum Herz-Kreislauf-Tod könnte zu mehr Organspenden beitragen Aerzteblatt.de 31.05.24

  4. 18.03.24: Offizielles Organspende-Register gestartet

    Am 18. März 2024 hat mit etlicher Verzögerung das Register für Erklärungen zur Organ- und Gewebespende unter www.organspende-register.de seinen Bet

    » Mehr zum offiziellen Start des Organspende-Registers

  5. 2023

  6. USA

    25.07.23 USA: Bischöfe warnen davor, Hirntod-Definition zu revidieren

    In den USA haben die US-amerikanische Bischofskonferenz (USCCB) und das National Catholic Bioethics Center davor gewarnt, eine mögliche Neufassung der Gesetzgebung um die Definition des Hirntods zu erweitern. Die Neufassung beruhe den Organisationen zufolge auf „mangelhaften medizinischen Kriterien“, berichtete die Nachrichtenagentur CNA am 21.07.23.

    Demnach erklärten sie in einem gemeinsamen Schreiben, dass die Uniform Law Commission, eine gemeinnützige Gruppe mit Sitz in Chicago, die Modellgesetze für den amerikanischen Gesetzgeber entwirft, die Definition des Hirntods revidieren wolle, ohne sich dabei auf „zwingende wissenschaftliche Beweise“ zu stützen.

    Die umstrittene Hirntoddefinition spielt z.B. in der Debatte um eine Organspenderegelung eine Rolle.

  7. 05.06.23: Tag der Organspende: Bundesgesundheitsminister Lauterbach wirbt erneut für Einführung der Widerspruchsregelung

    Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat sich anläßlich des Tag der Organspende am 03.06.23 erneut für eine Einführung der Widerspruchsregelung ausgesprochen. Dies berichtete das Ärzteblatt online am 05.06.23. Auch drei Landesärztekammern sprachen sich im Vorfeld für dafür aus.

    Lauterbachs Vorstoß 2020 zusammen mit dem damaligen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, wonach alle Bürgerinnen und Bürger nach festgetelltem Hirntod automatisch Organspender werden sollen sofern man nicht ausdrücklich widerspricht, war damals im Bundestag mit breiter Mehrheit abgelehnt worden. Auch aktuell regt sich Widerstand gegen seine Pläne.

    Weitere Informationen:

    Lauterbach und Laumann werben für Auseinandersetzung mit dem Thema Organspende Aerzteblatt online 05.05.23

    Ärztekammern: Erneut über Widerspruchslösung nachdenken Aerzteblatt online 02.06.23

  8. Bild Organspenderausweis

    03.04.23: Bayern will Bundesratsinitiative zur Widerspruchsregelung bei Organspende starten

    Bayern will zusammen mit anderen Bundesländern erneut eine Bundesratsinitiative zur Einführung der Widerspruchsregelung bei Organspende starten um letztlich noch einmal im Bundestag darüber abzustimmen. Das berichtete das Ärzteblatt online am 31.03.23.

    Ein entsprechender Vorstoß 2019 vom damaligen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Karl Lauterbach (SPD) war nach vorangegangenen Debatten im Januar 2020 im Parlament in Dritter Lesung zu Gunsten der aktuellen Regelung gescheitert. Jedoch befürwortet auch Karl Lauterbach als aktueller Bundesgesundheitsminister seit Anfang des Jahres einen neuen Vorstoß hin zur Einführung der Widerspruchsregelung.

    Weitere Informationen:

    Bayern plant Initiative zu Widerspruchslösung bei Organspende Aerzteblatt.de 31.03.23

  9. 09.02.23: Herzgesellschaften fordern neue Debatte über Widerspruchslösung bei Organspende

    Im Jahr 2022 sank die Zahl der Organspenden. Mitte Januar 2023 forderte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) daher eine neuerliche Debatte über die Einführung einer Widerspruchslösung. Nun schlossen sich auch mehrere Herzgesellschaften in Deutschland diesen Forderungen an. Darüber berichtete das Ärzteblatt online am 06.02.23.

    Die Fachgesellschaften wollen demnach, dass das Thema wieder auf die politische Agenda kommt. Ein Anlauf für die Einführung der Widerspruchslösung war im Bundestag mit großer Mehrheit im Jahr 2020 bereits gescheitert.

    Weitere Informationen:

    Herzgesellschaften fordern erneute Diskussion um Widerspruchslösung bei den Organspenden Aerzteblatt.de 06.02.23

  10. USA

    07.02.23: Gesetzentwurf in USA: Haftverkürzung für Knochenmark- oder Organspende

    Im US-amerikanischen Bundesstaat Massachusetts wurde ein Gesetzentwurf eingebracht, der Gefängnisinsassen mit Haftverkürzungen von bis zu einem Jahr locken will, wenn sie Knochenmark oder ein Organ spenden.

    Was von dem Vorstoß zu halten ist, Gefangene durch Haftverkürzung zur „Spende“ von Körperteilen animieren zu wollen, kommentiert Stefan Rehder ausführlich in der „Tagespost“ vom 03.02.23.

    Weitere Informationen:

    Massachusetts erwägt Haftverkürzung bei Organspende Aerzteblatt.de 02.02.23

    Unmoralisches Angebot Die Tagespost 03.02.23

  11. Illustration Sterbehilfe Organspende

    24.01.23: Studie zu Organspende nach Sterbehilfe

    Seit einigen Jahren wird in verschiedenen Ländern, die die Sterbehilfe legalisiert haben, die Sterbehilfe mit einer anschließenden Organentnahme kombiniert.

    Das Onlineportal Bioedge.org berichtete am 24.01.23 über eine im September 2022 veröffentlichte Amerikanische Studie mit Untersuchungen zu konkreten Zahlen dieser umstrittenen Praxis. Demnach ist Kanada weltweit führend bei der Organspende nach Sterbehilfe. Dies, obwohl Kanada erst 2016 die Sterbehilfe legalisiert hat, lange nach Belgien und den Niederlanden.

    Weitere Informationen:

    Studie: Kanada ist weltweit führend in der Organspende nach Sterbehilfe Beitrag auf sterbehilfe-debatte.de 24.01.23

  12. Illustration zur Debatte um Einführung der Widerspruchslösung bei Organspenden

    17.01.23: Sinkende Organspende-Zahlen 2022: Bundesgesundheitsminister Lauterbach fordert erneute Debatte über Widerspruchsregelung

    Am 16.01.23 hat die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) die neuesten Zahlen zur Organspende bekannt gegeben. Demnach ist sowohl die Zahl der Organspender als auch die Zahl der Transplantationen im vergangenen Jahr 2022 deutlich zurückgegangen.

    Vor diesem Hintergrund forderte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) eine neuerliche Debatte über die Einführung der Widerspruchslösung. Das heißt, alle Menschen in Deutschland sollen automatisch nach Feststellung des umstrittenen Hirntodes Organe entnommen werden können, sofern er/sie nicht zu Lebzeiten ausdrücklich widerspricht.

    Ein entsprechender Gesetzesvorstoß 2020 vom damaligen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zusammen mit Lauterbach war im Bundestag mit großer Mehrheit gescheitert. Auch zum aktuellen Anlauf regen sich kritische Stimmen.

    Über die neuesten Zahlen und den Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Lauterbach berichtete ausführlich das Deutsche Ärzteblatt online am 16.01.23.

    Weitere Informationen

    Organspende: Zahlen rückläufig, neue Debatte über Reform Aerzteblatt.de 16.01.23

    „Es fehlt die positive Grundeinstellung zur Organspende“ Aerzteblatt.de 16.01.23

  13. 2022

  14. 13.09.22: Fünfte Fortschreibung: Bundesärztekammer erneuert Richtlinie zur Hirntoddiagnostik

    Die Bundesärztekammer hat bezüglich der Organspende bzw. Organentnahme die „Richtlinie zur Feststellung des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls“ überarbeitet.

    Es ist die fünfte Fortschreibung der Richtlinie und berücksichtigt den Stand der Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft bei der Hirntoddiagnostik vom März 2022. Darüber berichtete das Deutsche Ärzteblatt online am 5.09.22 bzw. in der Printausgabe Dtsch Arztebl 2022; 119(35-36): A-1459 / B-1219 vom 05.09.22. Dort wurde auch die Richtlinie veröffentlicht.

    Die ordnungsgemäße Feststellung des umstrittenen Hirntodes ist in Deutschland Voraussetzung für eine Organentnahme.

    Weitere Informationen:

    Richtlinie zum irreversiblen Hirnfunktions­ausfalls erneuert Aerzteblatt.de 05.09.22

    Beschluss der Bundesärztekammer über die Richtlinie gemäß § 16 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 TPG für die Regeln zur Feststellung des Todes nach § 3 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 TPG und die Verfahrensregeln zur Feststellung des endgültigen, nicht behebbaren Ausfalls der Gesamtfunktion des Großhirns, des Kleinhirns und des Hirnstamms nach § 3 Abs. 2 Nr. 2 TPG,Fünfte Fortschreibung Dtsch Arztebl 2022; 119(35-36): A-1487 / B-1243 05.09.2022

  15. 08.08.22: Weitere Verzögerung bei der Einführung des Organspenderegisters

    Die ursprünglich für März 2022 geplante Einführung des Organspenderegister in Deutschland verzögert sich mindestens um eineinhalb Jahre. Möglicherweise dauert es auch noch länger. Dies berichtete das Ärzteblatt online am 22.07.22 unter Verweis auf ein vorliegendes Schreiben aus dem Bundesgesundheitsministerium. Die darin genannten Gründe für die Verzögerung sind vielfältig.

    Der CSU-Abgeordnete Stephan Pilsinger kritisierte die Verzögerung und sieht dabei einen möglichen Vorwand zur Einführung der Widerspruchslösung.

    Einführung des Organspenderegister verzögert sich weiter Aerzteblatt.de 22.07.22

  16. Bild Organspenderausweis

    07.06.22: Organspende: Bundesgesundheitsminister Lauterbach will neuen Anlauf zur Widerspruchslösung starten

    Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will einen neuen Anlauf für die Widerspruchslösung bei Organspenden starten. Dies erklärte er laut dem Ärzteblatt online vom 03.06.22 im ARD-Hauptstadtstudio vor dem Hintergrund des „Tag der Organspende“. Zur Begründung führte Lauterbach dem Bericht zufolge an, es habe sich „keine Verbesserung für die Menschen ergeben, die ein Organ benötigen“.

    Der CSU-Gesundheitspolitiker Stephan Pilsinger kündigte umgehenden Widerstand gegen die Pläne von Lauterbach an. Er werde sich wieder für die Gründung einer interfraktionellen Gruppe für den Erhalt der Entscheidungslösung einsetzen, erklärte er laut einem Bericht im Ärzteblatt online vom 07.06.22.

    Lauterbachs letzter Vorstoß zur Einführung der Widerspruchslösung vor rund zwei Jahren zusammen mit dem damaligen Bundesgesundheitminister Jens Spahn war am 16. Januar 2020 im Bundestag gescheitert und mehrheitlich abgelehnt worden.

    Widerspruchslösung bei Organspende rückt erneut ins Blickfeld Aerzteblatt.de 03.06.22

    CSU-Politiker kritisiert Lauterbach für Organspendevorstoß Aerzteblatt.de 03.06.22

    Deutscher Bundestag gegen Widerspruchsregelung bei Organspenden Themenspecial vom 18.01.20 auf www.organspende-aufklaerung.de

  17. 14.03.22: Zwei Monate nach Transplantation: Erster Mensch mit Schweineherz-Implantat gestorben

    Am 07.01.2022 ist erstmals einem 57-jährigen herzkranken Mann in den USA ein genetisch verändertes Schweineherz implantiert worden. Nun ist der Empfänger zwei Monate später verstorben.

    Über die aufsehenerregende Transplantation und den Tod des Amerikaners berichtete die MIT Technology Review bei Heise online am 09.03.22 und das Ärzteblatt online.

    Xenotransplantation: Mensch lebt seit 3 Tagen mit Schweineherz Aerzteblatt.de 11.01.22

    Erster Mensch mit Schweineherz-Implantat ist gestorben MIT Technology Review 09.03.22

    Erster Mensch mit transplantiertem Schweineherz gestorben Aerzteblatt.de 10.03.22

  18. 01.03.22: Organspende-Regelung: Neues Bürgerregister verzögert sich

    Das ursprünglich für den 1. März 2022 geplante Bürgerregister zur Organspende verzögert sich wohl bis Ende des Jahres. Dies berichtete das Deutsche Ärzteblatt am 25.02.22.

    Das Gesetz zur Stärkung der Entscheidungsbereitschaft bei der Organspende, das im März 2020 im Deutschen Bundestag beschlossen wurde, tritt am 1. März 2022 in Kraft. Gleichzeitig treten weitere Änderungen des Transplantationsgesetzes in Kraft. Diese ergeben sich aus dem Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung vom 11. Juli 2021.

    Weitere Informationen:

    Organspende: Neues Bürgerregister verzögert sich Dtsch Arztebl 2022; 119(8): A-305 / B-253, 25.02.22

    Informationen des Bundesgesundheitsministeriums zur Organspende-Regelung

  19. Spanien

    10.02.22: Spanien: Sieben Organspenden nach Sterbehilfe seit Mitte 2021

    Mitte 2021 hat Spanien die Sterbehilfe legalisiert und schon jetzt verwenden Transplantations-Chirurgen Organe von euthanasierten Patienten.

    Einem Bericht der spanischen Zeitschrift Redaccíon Médica zufolge haben sieben Patienten ihre Organe gespendet. Und das, obwohl die Regierung noch immer keine nationalen Richtlinien für solche Verfahren herausgegeben hat, berichtete Michael Cook im „BioEdge“-Newsletter am 29.01.22.

    » Mehr zum Thema Organspenden nach Sterbehilfe in Spanien auf sterbehilfe-debatte.de

  20. 2021

  21. 13.11.21: Organspende und Hirntod: Niemand stirbt zweimal

    In den USA haben Chirurgen kürzlich den Organsismus einer für „hirntot“ erklärten Frau mit der Niere eines genetisch modifizierten Schweins verbunden. Das fragwürdige Experiment widerlegt das Hirntod-Konzept, erläutert der Medizinrechtler Rainer Beckmann in einem Beitrag in der katholischen Tagespost am 11.11.21. Was nottut, sei eine offene Diskussion über den Status hirntoter Patienten, so Beckmann zu den Hintergründen des Experiments.

    Weitere Informationen

    Niemand stirbt zweimal Die Tagespost 11.11.21

    US-Mediziner testen Schweineniere erfolgreich an klinisch toter Patientin SPIEGEL 21.10.21

  22. Organentnahme

    19.10.21: Organspende: DSO aktualisiert Verfahrensanweisung und Leitfaden

    Im Hinblick auf das Thema Organspende gibt es seit kurzem ein paar weitgehend unbeachtete Änderungen. Wie das Deutsche Ärzteblatt online am 19.10.21 berichtete, hat die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) ihre Verfahrensanweisungen zur Organspende und den darauf aufbauenden Leitfaden für Kliniken überarbeitet.

    In den Verfahrensanweisungen wurden demnach unter anderem Begrifflichkeiten überarbeitet und an international verwendeten Termini angeglichen.

    Weitere Informationen:

    Organspende: Verfahrensanweisung und Leitfaden aktualisiert Aerzteblatt.de 19.10.21

  23. Organspende

    08.10.21 Neueste Organspendezahlen: Kein Einbruch durch die Pandemie, aber weiter niedriges Niveau

    Die Corona-Pandemie hat die Organspende in Deutschland nicht sehr beeinträchtigt. Das ist das Fazit zu den konkreten neuesten Zahlen, über die das Deutsche Ärzteblatt online am 07.10.21 berichtete im Rahmen eines Beitrages über die 30. Jahrestagung der Deutschen Transplantationsgesellschaft (DTG).

    Demnach sei es in den vergangenen zwei Jahren zu keiner nennenswerten Abnahme der Transplantationszahlen gekommen.

    Weitere Informationen:

    Kein Einbruch der Organspende durch die Pandemie, aber weiter niedriges Niveau Aerzteblatt.de 07.10.21

  24. Bundesgesundheitsminister Spahn

    05.07.21: Bundesgesundheitsminister Spahn regt Debatte um Lebendorganspende an

    Nach der abgeschlossenen Debatte um eine Neuregelung der Organspende 2020, die ihn der Ablenung der Widerspruchsregelung mündete, hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eine gesellschaftliche Diskussion über die Lebendorganspende angestoßen. Hintergrund ist ein vom Bundesgesundheitsministerium digital veranstaltetes Symposium am 29.06.21 zum Thema „Erweiterung des Spenderkreises bei der Lebendorganspende – eine Perspektive für Deutschland?“.

    Über die Veranstaltung berichtete ausführlich das Ärzteblatt online am selben Tag.

    » Mehr beim Aerzteblatt online, 29.06.21: Debatte um Lebendorganspende angestoßen

  25. 2020

  26. Richtlinie der Bundesärztekammer zur Spendererkennung 2020

    23.10.20: Organspende: Geänderte Richtlinie der Bundesärztekammer zur Spendererkennung in Kraft

    Zum 1. September 2020 trat die geänderte Richtlinie „Spendererkennung“ der Bundesärztekammer in Kraft. Hierauf macht die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V. (DIVI) in einer Presseaussendung vom 21.10.20 aufmerksam. Das Bundesministerium für Gesundheit hat bereits am 01.07.2020 der Richtlinienänderung zugestimmt.

    In der Richtlinie geht es um die entscheidende Frage, wer bei schwerster Hirnschädigung unter ärztlichen Gesichtspunkten für eine Organentnahme infrage kommt. Die neue Richtlinie schaffe nach Ansicht von DIVI nun Klarheit.

    » Mehr zur geänderten Richtlinie der Bundesärztekammer zur Spendererkennung auf www.organspende-aufklaerung.de

  27. 26.08.20: Bundesregierung: Debatte über Organlebendspende noch ungewiss

    Die FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag hat am 22. Juli 2020 eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung zu einer Debatte über die Organlebendspende gestellt. Sie beruft sich darin auf Forderungen von Bundesgesundheitsminister Spahn, dass darüber diskutiert werden müsse. Nun liegt die Antwort der Bundesregierung vor.

    Die Frage einer möglichen Änderung der Organlebendspende-Regelungen in Deutschland setze „eine sorgfältige Prüfung und Diskussion unter Berücksichtigung unterschiedlicher Aspekte“ voraus.

    » Mehr im Themenspecial zur Debatte über Organlebendspende auf www.organspende-aufklaerung.de

  28. P. Cullen

    05.06.20: Zum Tag der Organspende am 6. Juni: „Organspende und Hirntod – eine unehrliche Debatte“

    Anläßlich des Tages der Organspende am 6. Juni gibt es auf „The European“ einen lesenswerten Artikel von Prof. Paul Cullen, Vorsitzender der Ärzte für das Leben e.V., zum Thema „Organspende und Hirntod – eine unehrliche Debatte“.

    Die Transplantationsmedizin ist für viele ein Segen, hat aber gehörige Schattenseiten. Ein zentrales Merkmal ärztlichen Handelns besteht darin, allein dem eigenen Patienten verpflichtet zu sein. Nie darf das Lebensrecht eines Menschen – und sei dieser Mensch schwerkrank oder dem Tod nahe – für das Leben eines anderen Menschen in Frage gestellt werden.

    » Zum Beitrag „Organspende und Hirntod – eine unehrliche Debatte“ auf The Euopean, 03.06.20

    Außerdem gibt es bei idea ein 3-minütiges Video mit einem Interview mit Prof. Paul Cullen zum Tag der Organspende am 06.06.20

  29. A. Rahmel

    11.04.20: Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO): Zahl der Organspenden im 1. Quartal 2020 deutlich gestiegen

    Die Zahl der Menschen, denen nach festgestelltem Hirntod Organe entnommen wurden, ist im ersten Quartal 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 16 Prozent gestiegen.

    Dies berichtet der Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), Dr. Axel Rahmel, in einem Interview mit der Augsburger Allgemeinen Zeitung am 11.04.20. Darin geht es auch um die Frage, wie sich die Corona-Krise auswirkt.

    Mehr im Interview der Augsburger Allgemeinen Zeitung am 11.04.20 mit dem Vorstand der DSO

  30. Grafik Organspenderzahlen 2010-2019

    10.04.20: Deutsche Stiftung Organtransplantation veröffentlicht Jahresbericht 2019

    Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) hat am 07.04.2020 ihren Jahresbericht „Organspende und Transplantation in Deutschland 2019“ mit bundesweiten und regionalen Zahlen veröffentlicht. Ein neuer Extrateil widmet sich dem Thema „Kindertransplantation“.

    Laut dem Jahresbericht wurden vergangenes Jahr insgesamt 932 Menschen nach festgestelltem Hirntod 2995 Organe entnommenen. Gegenüber 2018 sank die Zahl der Organspender um 23 Menschen. Das bedeutet einen leichten Rückgang von 2,4 Prozent in 2019.

    » Mehr zu den neuesten Organspendezahlen und dem DSO-Jahresbericht 2019

  31. Sterbehilfe Kosten Nutzen-Studie

    19.03.20: Studie: Beihilfe zur Selbsttötung ist nach Ansicht schottischer Akademiker wirtschaftlich sinnvoll

    Eine neue Studie in der Zeitschrift „Clinical Ethics“, veröffentlicht am 10.03.2020, behauptet, dass das Zulassen von assistiertem Sterben sowohl denjenigen, die assistierten Suizid suchen, als auch der Öffentlichkeit erheblich zugute käme.

    Über die Studie berichtete ausführlich Michael Cook in einem Beitrag auf „BioEdge.org – bioethics news around the world“ am 15.03.2020

    Zwei schottische Akademiker, Dr. David Shaw von den Universitäten Basel und Maastricht und Professor Alec Morton von der Universität Strathclyde, führen demnach in ihrem Artikel „Counting the cost of denying assisted dying“ drei wirtschaftliche Argumente an: die Kosten für unheilbar kranke Patienten mit schlechter Lebensqualität, die Kosten für eine anderswo besser nutzbare Versorgung und den potenziellen Nutzen der Organspende.

    » Mehr zur Studie über Kosten-Nutzen-Rechnungen bei Sterbehilfe

  32. Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv-und Notfallmedizin (DIVI)

    28.01.20: Nach Bundestagsentscheidung zur Organspende: Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv-und Notfallmedizin (DIVI) fordert Nachbesserungen am verabschiedeten Gesetz

    Am 16.01.2020 hat der Deutsche Bundestag mehrheitlich die Widerspruchsregelung zur Organspende abgelehnt und ein Gesetz zur Stärkung der Entscheidungsbereitschaft verabschiedet. Keine Woche später fordert die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv-und Notfallmedizin (DIVI) am 22.01.20 Nachbesserungen am beschlossenen Gesetzentwurf.

    Das neue Gesetz habe eine entscheidende Schwäche: Der Zeitpunkt, an dem Mediziner und Familie Einsicht in die vom Patienten hinterlegte Entscheidung zur Organspende bekommen sollen, sei zu spät, so die DIVI.

    » Mehr im Beitrag: Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv-und Notfallmedizin (DIVI) fordert Nachbesserungen am verabschiedeten Gesetzentwurf (auf www.organspende-aufklaerung.de)

  33. Ergbenis der Bundestagsabstimmung am 16.01.20 zur Widerspruchsregelung

    21.01.20: Vorläufiges Ende der Debatte: Deutscher Bundestag gegen Widerspruchsregelung bei Organspenden

    Gut anderthalb Jahre nach Beginn der neuerlichen Forderungen zur Einführung der Widerspruchsregelung bei Organspenden ist der Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Karl Lauterbach gescheitert.

    In namentlicher Abstimmung bei aufgehobenem Fraktionszwang haben am 16. Januar 2020 die Abgeordneten des Deutschen Bundestages mit großer Mehrheit von 379 zu 292 Stimmen bei drei Enthaltungen entschieden: Es wird keine Widerspruchslösung geben. Statt dessen wird die vorhandene Entscheidungslösung ausgebaut.

    Die InteressenGemeinschaft Kritische Bioethik Deutschland hat unter www.organspende-aufklaerung.de ein ausführliches Themenspecial zur Debatte zusammengestellt. Darin gibt es alle Ergebnisse der namentlichen Abstimmungen sowie Hintergrundinfos und Stimmen zur gescheiterten „doppelten Widerspruchslösung“.

    » Zum Themenspecial auf www.organspende-aufklaerung.de: Deutscher Bundestag gegen Widerspruchsregelung bei Organspenden

  34. Illustration zur Debatte um Einführung der Widerspruchslösung bei Organspenden

    12.01.20: Endabstimmung am 16.01.20 über Einführung der Widerspruchsregelung bei Organspenden

    Am Donnerstag, 16. Januar 2020, ab 9 Uhr sollen in Zweiter und Dritter Lesung im Deutschen Bundestag die Abgeordneten über die Einführung der Widerspruchsregelung bei Organspenden abstimmen. Dies teilte der Deutsche Bundestag am 27.12.19 mit

    Eine Gruppe von Abgeordneten um Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und den SPD-Gesundheitsexperten Prof. Dr. Karl Lauterbach strebt mit ihrem Gesetzentwurf eine sogenannte doppelte Widerspruchslösung an. Demnach gilt jeder Bürger als möglicher Organspender, der zu Lebzeiten keinen Widerspruch erklärt hat.

    Eine zweite Abgeordnetengruppe um die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock strebt mit ihrem Entwurf eine Stärkung der Entscheidungsbereitschaft bei der Organspende an. Hier soll den Bürgern über ein Online-Register die Möglichkeit gegeben werden, ihre Entscheidung einfach zu dokumentieren, zu ändern und zu widerrufen.

    Für die Debatte sind laut Tagesordnung zwei Stunden und 40 Minuten vorgesehen. Die Abstimmung erfolgt namentlich und wird im Internet live übertragen. Mehr dazu plus alle Drucksachen in der Mitteilung des Bundestages.

    Abstimmung über drei Vorlagen zur Organspende Mitteilung Deutscher Bundestag 27.12.19

    Siehe ergänzend:

    Widerspruch gegen die Widerspruchslösung Der Bundestag stimmt am Donnerstag über das umstrittene Organspende-Gesetz ab. Es simuliert die Freiwilligkeit der Spender. Das widerspricht dem Hauptsatz des Grundgesetzes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Die politische Wochenvorschau von Heribert Prantl in SUEDDEUTSCHE ZEITUNG 12.01.20

    Abstimmung im Bundestag: Justizministerin Lambrecht lehnt Organspende-Entwurf Spahns ab Gesundheitsminister Spahn will jeden Bürger zum möglichen Organspender machen, sofern er nicht widerspricht. Nun wird bekannt, dass Justizministerin Lambrecht mit Nein stimmen will. SPIEGEL 12.01.20

    Spahn zu Organspenden: „Mut finden, den großen Schritt zu wagen“ Der Bundestag entscheidet über neue Regeln für die Organspende. Kurz vor der Abstimmung versucht Gesundheitsminister Spahn, noch unentschlossene Abgeordnete von der sogenannten Widerspruchslösung zu überzeugen. SPIEGEL 10.01.20

  35. 2019

  36. 10.11.19: Vertagt: Entscheidung über Organspendereform erst Januar 2020

    Dieses Jahr wird es wider Erwarten keine Abstimmung über die Einführung der Widerspruchsregelung bei Organspenden geben. Die Abgeordnetengruppen zweier konkurrierender Gesetzentwürfe haben sich wegen geplanter Änderungsanträge auf eine Verschiebung geeinigt, berichtete das Deutsche Ärzteblatt am 07.11.19 Nun soll die Entscheidung voraussichtlich Mitte Januar fallen. Wann genau ist noch unklar.

    Entscheidung über Organspendereform erst im kommenden Jahr AERZTEBLATT.DE 07.11.19

    Zahl der Organspender sinkt weiter Die erhoffte Trendumkehr bei den Organspenden lässt auf sich warten. Allerdings gibt es starke Unterschiede in den Bundesländern. Rainer Woratschka TAGESSPIEGEL 07.11.19

  37. Illustration zur Debatte um Einführung der Widerspruchslösung bei Organspenden

    30.09.19: Bundestags-Anhörung zur Einführung der Widerspruchsregelung: Sachverständige posi­tio­nieren sich zu einer Organspende-Regelung

    Am 25. September 2019 haben sich in einer Anhörung des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages Sachverständige zu zwei vorliegenden Gesetzentwürfen zu einer Neuregelung der Organspende positioniert. Konkret ging es u.a. um die Einführung der Widerspruchsregelung, wonach jeder Organspender werden soll, wer nicht zu Lebzeiten widersprochen hat.

    Die Rechts-, Gesundheits- und Sozialexperten äußerten sich zu den konkurrierenden Konzepten einer doppelten Widerspruchslösung sowie der Stärkung der Entscheidungsbereitschaft. Über die Gesetzentwürfe soll demnächst fraktionsübergreifend im Parlament abgestimmt werden.

    » Mehr im ausführlichen Bericht zur Sachverständigenanhörung zur Organspende inkl. aller Drucksachen auf der Webseite des Deutschen Bundestages

  38. 24.09.19: Deutscher Hospiz- und PalliativVerband (DHPV): Der Mensch ist mehr als nur „potentieller Organspender“

    Deutscher Hospiz- und PalliativVerband (DHPV): Der Mensch ist mehr als nur „potentieller Organspender“ Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) plädiert für eine informierte Entschei

    Anläßlich einer Expertenanhörung im Gesundheitsausschuss des Bundestages zur Organspende plädiert der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) für eine informierte Entscheidung und eine hospizliche Perspektive im Umgang mit lebenslimitierend erkrankten Menschen, die als Organspender in Betracht kommen. Der DHPV spricht sich gegen die geplante Widerspruchsregelung aus und für umfassende Aufklärung.

  39. 05.08.19: Forscher erzeugen Herzkammer im 3D-Drucker

    US-Forscher haben mittels eines 3D-Druckers aus Kollagen und Stammzellen eine funktionierende Herzklappe, Herzkammer und weitere Teile des menschlichen Herzens hergestellt. Die Studie wurde im Fachmagazin Science veröffentlicht.

    Die künstliche Herzkammer zieht sich sogar regelmäßig zusammen. Die dafür genutzte Technik könnte eines Tages helfen, ganze funktionsfähige Organe zu drucken. Noch gibt es aber einige Einschränkungen. Manche sehen hierin eine Alternative zur Behebung des Organspendermangels.

    Mehr in den folgenden Artikeln:

    Funktionierender Prototyp: Forscher erzeugen Herzkammer im 3D-Drucker Seit Jahren versuchen Forscher, künstliche Organe mithilfe von Strukturen aus dem 3D-Drucker zu erzeugen. Nun haben sie eine Herzkammer mit Herzklappe geschaffen, die sich eigenständig zusammenzieht. SPIEGEL Online 05.08.19

    Forscher drucken Modell eines menschlichen Herzens Von Walter Willems Mittels 3-D-Print können jede Menge Spenderorgane hergestellt werden. Forscher haben ein neues Verfahren entwickelt. DIE WELT 06.08.19

  40. Illustration zur Debatte um Einführung der Widerspruchslösung bei Organspenden

    24.06.19: Bundestags-Debatte am 26.06.19 zur Organspende-Neuregelung – ÄfdL-Brief an die Mitglieder des Deutschen Bundestages zur Widerspruchsregelung

    Brief der Ärzte für das Leben e.V. vom 24.06.2019 an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages zur Debatte über die Einführung der Widerspruchslösung bei Organspenden. ÄfdL-Brief als Download im PDF-

    Am Mittwoch, den 26.06.19 debattiert der Deutsche Bundestages in erster Lesung über zwei Gesetzentwürfe für eine Neuregelung der Organspende.

    Der erste Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und dem stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Prof. Dr. Karl Lauterbach sieht künftig eine Widerspruchslösung vor. Demnach soll jeder automatisch zum Organspender werden, der dem nicht zu Lebzeiten widersprochen hat.

    Als „Alternative“ hat eine interfraktionelle Parlamentariergruppe um die Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Annalena Baerbock, sowie die Vorsitzende der Linkspartei, Katja Kipping, einen Gesetzentwurf vorgelegt, der auf eine bewusste und freiwillige Entscheidung der Menschen und deren ausdrückliche Zustimmung zur Organspende setzt.

    Im Anschluss an die geplante zweistündige Debatte im Plenum sollen die Vorlagen zur weiteren Beratung an den federführenden Gesundheitsausschuss überwiesen werden.

    Vor diesem Hintergrund haben Ärzte für das Leben e.V. am 24.06.19 einen Brief an die Abgeordneten des Bundestages geschrieben. Darin lehnen wir die Einführung der Widerspruchslösung entschieden ab.

    Zum Äfdl-Brief an die Bundestagsabgeordneten zur geplanten Widerspruchsregelung bei Organspende

    » Mehr zur Bundestags-Debatte am 26.06.19 zur geplanten Einführung der Widerspruchslösung auf der Webseite des Bundestages.

  41. Tag der Organspende 2019

    30.05.19: Tag der Organspende 2019: Organspende-Kritiker fordern umfassende Aufklärung über Hirntod und Stop der geplanten Widerspruchsregelung

    Anläßlich des „Tag der Organspende“ 2019 fordert der Verein Kritische Aufklärung über Organtransplantation (KAO) e.V. von den Verantwortlichen, die Pläne aufzugeben, eine Widerspruchsregelung in Deutschland einzuführen. Nur wer für sich selbst nach umfassender neutraler Aufklärung einer Organentnahme zugestimmt hat, darf nach Ansicht von KAO als Organspender in Frage kommen, heißt es in ihrer Pressemitteilung vom 29.05.19.

    In der Mitteilung berichtet KAO auch ausführlich von einem Kongress der John Paul II Akademie vom 20. bis 21. Mai 2019 in Rom mit führenden Hirntod-Kritikern. Thema war: „Brain Death, A Medicolegal Construct: Scientific & Philosophical Evidence“

    » Mehr zur Kritik zum Tag der Organspende und der Tagung zum Hirntod auf organspende-aufklaerung.de

  42. Illustration Gesetzentwurf zur Widerspruchsregelung bei Organspenden

    01.04.19: Fraktionsübergreifende Eckpunkte für eine verbindliche Entscheidungslösung und Gesetzentwurf zur Widerspruchslösung bei Organspenden vorgelegt

    Am 28.03.19 berichteten Spiegel Online sowie am 30.03.19 Bild am Sonntag über einen gemeinsamen Gesetzentwurf von Bundesgesundheistminister Jens Spahn und dem SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach zur Widerspruchslösung. Der Entwurf wurde nun am 01.04.19 offiziell vorgestellt.

    Vor diesem Hintergrund haben am 31.03.19 Abgeordnete um Stephan Pilsinger (CSU), Ulla Schmidt (SPD) und Annalena Baerbock (Bündnis 90 /Die Grünen) ebenfalls Eckpunkte für eine Neuregelung der Organspende vorgestellt. Sie lehenn die Widerspruchregelung vehemt ab und streben zusammen mit weiteren Abgeordneten von Linken, FDP und CDU fraktionsübergreifend eine verbindliche Entscheidungslösung an.

    » Mehr zum Eckpunktepapier für eine verbindliche Entscheidungslösung und Gesetzentwurf zur Widerspruchslösung bei Organspenden auf www.organspende-aufklaerung.de

  43. Screenshot organspende-aufklaerung.de

    04.03.19: Infoportal www.organspende-aufklaerung.de zu Organspende, Transplantation und Hirntod in neuem Design

    Am 28.02.19 wurde das völlig überarbeitete Infoportal der InteressenGemeinschaft kritische Bioethik Deutschland zum Thema Organspende, Transplantation, Hirntod und Lebendspende unter organspende-aufklaerung.de freigeschaltet.

    Es wurde dabei technisch auf den neuesten Stand gebracht und zeitgemäß auf responsives Design umgestellt. Das heißt, die Darstellung passt sich automatisch allen Endgeräten an, egal ob Smartphone, Tablet oder klassischem Desktop-Rechner.

    Konkret gibt es dort übersichtlich thematisch sortiert alles rund um Organspende und Hirntod-(Kritik), zu Organspende-Entscheidung und Aufklärung, zur Debatte um die Entscheidungslösung und geplanten Widerspruchsregelung sowie die Transplantationsskandale 2012/2013 und die Folgen. Weitere Themen sind Lebendspende / Organhandel und die Gewebespende.

    » Mehr unter www.organspende-aufklaerung.de

  44. Screenshot Videoaufzeichnung Bundestagsdebatte am 14.02.19 zur Änderung des Transplantationsgesetzes

    15.02.19: Deutscher Bundestag beschließt Änderung des Transplantationsgesetzes

    Am 14. Februar 2019 hat der Deutsche Bundestag eine neuerliche Änderung des Transplantationsgesetzes beschlossen.

    Die Abgeordneten debattierten zuvor in Zweiter und Dritter Lesung den „Entwurf der Bundesregierung eines Zweiten Gesetzes zur Änderung des Transplantationsgesetzes – Verbesserung der Zusammenarbeit und der Strukturen bei der Organspende“.

    Nach knapp 45 minütiger Debatte mit 12 Rednerinnen und Rednern wurde der Entwurf der Bundesregierung in geänderter Ausschussfassung mit den Stimmen von CDU/CSU, SPD, FDP, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen gegen die Stimmen der Fraktion der AfD angenommen. Die Erste Beratung im Plenum des Bundestages fand bereits am 17.01.19 statt, gefolgt von einer Sachverständigenanhörung am 30.01.19.

    » Zum ausführlichen Bericht über die Änderung des Transplantationsgesetzes auf www.organspende-widerspruch.de

  45. 16.01.19: Ganz ohne Widerspruchsregelung und Gesetzesänderung: Knapp 20 Prozent mehr Organspender in 2018

    Die Zahl der Organspender 2018 ist erstmals seit dem Jahr 2010 wieder deutlich gestiegen. Dies teilte die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) am 11.01.19 mit.

    Bundesweit wurden im vergangenen Jahr demnach 955 Menschen nach festgestelltem Hirntod Organe entnommen. Im Vergleich zum Vorjahr, wo 797 hirntoten Patienten Organe entnommen wurden, bedeutet das eine Steigerung von knapp 20 Prozent.

    Mehr zur gestiegenen Zahl der Organspender 2018 auf www.organspende-aufklaerung.de

  46. 2018

  47. Bild Jahresbericht 2017/2018 der Prüfungskommission und Überwachungskommission zur Prüfung der Transplantationsprogramme

    10.12.18: Jahresbericht 2017/2018 der Kontrollkommissionen zur Prüfung der Transplantationsprogramme veröffentlicht

    Am 06.12.18 haben die für die Prüfung der Transplantationszentren in Deutschland zuständigen Kontrollgremien ihren Jahresbericht 2017/2018 vorgelegt. Darin zogen sie eine positive Bilanz ihrer Arbeit.

    Bei genauerem Hinsehen gab es aber erneut Schatten vor dem Hintergrund der vorangangenen Transplantationsskandale. Konkret gab es in zwei Universitätskliniken systematische Unregelmäßigkeiten, über die u.a. die Staatsanwaltschaft informiert wurden.

    Mehr zum Jahresbericht 2017/2018 zur Prüfung der Transplanationsprogramme auf www.organspende-widerspruch.de

  48. Illustration zur Debatte um Einführung der Widerspruchslösung bei Organspenden

    29.11.18: Orientierungsdebatte im Deutschen Bundestag zur Organspende und Einführung der Widerspruchslösung

    Am 28.11.18 gab es im Deutschen Bundestag eine erste Orientierungsdebatte über mögliche gesetzliche Änderungen zur Steigerung der Organspendezahlen in Deutschland. In der zweieinhalbstündigen ergebnisoffenen Debatte ging es um die Frage, „wie in der Bevölkerung mehr Menschen dazu gebracht werden können, sich nach ihrem Tod als Organspender zur Verfügung zu stellen und damit Leben zu retten.“

    Dabei kamen 38 Abgeordnete für jeweils vier Minuten zu Wort. Zuvor wurde der Fraktionszwang aufgehoben. Insgesamt überwog bei den Abgeordneten die Skepsis gegenüber der Einführung der Widerspruchslösung.

    » Mehr zur Bundestagsdebatte über Organspende und Widerspruchsregelung auf www.organspende-widerspruch.de

  49. Illustration zur Debatte um Einführung der Widerspruchslösung bei Organspenden

    17.11.18: Wachsender Widerstand gegen Widerspruchslösung bei Organspenden

    Im Deutschen Bundestag gibt es Widerstand gegen die geplante Einführung der Widerspruchslösung. Medienberichten zufolge arbeitet eine fraktionsübergreifende Gruppe von Abgeordneten an einen Antrag gegen die geplante Widerspruchsregelung. Nach Einschätzung von einem der Initiatoren des Antrages ist gegenwärtig etwa ein Drittel der Abgeordneten gegen eine Widerspruchslösung, ein Drittel dafür und die Übrigen unentschieden. Mehr dazu in den nachstehenden Berichten.

    Organspende: Widerstand gegen Widerspruchslösung Berlin – Im Bundestag formiert sich Widerstand gegen die Pläne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bei der Organspende wegen geringer Spenderzahlen eine Widerspruchslösung einzuführen. AERZTEBLATT.DE 25.10.18

    Organspende: Bundestags-Abgeordnete gegen Widerspruchslösung In der Debatte über die Widerspruchslösung bei der Organspende formiert sich eine weitere Bundestags-Initiative. Ärzte Zeitung, 25.10.18

    Organspende-Diskussion: Fraktionsübergreifender Gegenwind für Jens Spahn Gegen den Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, alle Bürgerinnen und Bürger zu Organspendern zu machen, es sei denn, sie widersprechen aktiv, formiert sich im Bundestag fraktionsübergreifend Widerstand. Ein Argument: Eine solche Vorgehensweise widerspreche der deutschen Verfassung. Von Mathias von Lieben DEUTSCHLANDFUNK 25.10.18

  50. 14.11.18: Lesenswerter Beitrag zur Debatte um Widerspruchslösung: „Sterben und sterben lassen“

    Am 09.11.18 hat der Jurist Thomas Fischer unter der Überschrift „Sterben und sterben lassen“ auf Spiegel Online einen sehr lesenswerten kritischen Beitrag zur Debatte um die Einführung der Widerspruchslösung bei Organspende veröffentlicht. Fischer war Vorsitzender Richter am 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs, ist Autor des Standard-Kommentars zum Strafgesetzbuch und Verfasser zahlreicher Kolumnen, in denen er sich mit Fragen des Strafrechts beschäftigt.

    In seinem Beitrag übt er ausführlich begründete und scharf pointierte Kritik an dem Vorstoß von Gesundheitsminister Jens Spahn. Mehr unter dem folgenden Link:

    Sterben und sterben lassen Geht es nach Jens Spahn, sollen jedem nach dem Tod Organe entnommen werden dürfen, wenn er nicht zu Lebzeiten ausdrücklich widersprochen hat. Das ist absurd, totalitär-paternalistisch und dazu unehrlich. Eine Kolumne von Thomas Fischer SPIEGEL Online 09.11.18

  51. 04.11.18: Bundeskabinett beschließt Gesetzentwurf zur Verbesserung der Zusammenarbeit und der Strukturen bei der Organspende

    Das Bundeskabinett hat am 31. Oktober 2018 dem Entwurf eines „Zweiten Gesetzes zur Änderung des Transplantationsgesetzes – Verbesserung der Zusammenarbeit und der Strukturen bei der Organspende (GZSO)“ zugestimmt.

    Künftig soll es u.a. mehr Zeit und Geld für die Kliniken bei der Organspende geben und die Befugnisse der Transplantationsbeauftragten ausgeweitet werden. Das Gesetz ist im Bundesrat nicht zustimmungspflichtig und soll voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2019 in Kraft treten.

    » Mehr zum beschlossenen Gesetzentwurf zur Verbesserung der Zusammenarbeit und der Strukturen bei der Organspende auf www.organspende-widerspruch.de

  52. 29.10.18: Verband der Leitenden Krankenhausärzte Deutschlands (VLK) gegen Widerspruchslösung bei Organspenden

    Der Verband der Leitenden Krankenhausärzte Deutschlands e.V. (VLK) hat sich in einem aktuellen Positionspapier deutlich gegen die Widerspruchslösung bei Organspenden ausgesprochen. Dies teilte der VLK in einer Presseaussendung vom 29.10.18 mit.

    Die Widerspruchslösung widerspreche dem Selbstverständnis von freien Bürgern, über so gravierende Entscheidungen selbst bestimmen zu können. Statt dessen stehe zu befürchten, dass sie bei vielen Menschen das restliche Vertrauen in die Transplantationsmedizin zerstöre. Ob die Widerspruchslösung überhaupt zu höherem Organspendeaufkommen führen wird oder sogar gegenteilige Effekte haben könnte, sei eine offene Frage.

    Darüber hinaus fürchten die Verbandsvertreter Prof. Dr. Gundolf Gubernatis, Transplantationsbeauftragter des VLK, und VLK-Präsident Prof. Dr. Hans-Fred Weiser langfristig eine Reihe negativer Folgen. Statt über die Widerspruchslösung sollte über „alternative Konzepte mit positiven Anreizen und positiver Motivation für die Organspende“ diskutiert werden.

    » Mehr zum Positionspapier des VLK beim Bündnis gegen die Widerpruchs- und Erklärungsregelung bei Organspenden

  53. 25.10.18: Delegation des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag informiert sich über Organspendeverfahren in Spanien und Dänemark

    Eine Delegation des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages informiert sich vom 30. Oktober bis zum 1. November 2018 über Organspendeverfahren in zwei anderen Ländern.

    Unter der Leitung des Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses, Erwin Rüddel (CDU), reisen die Abgeordneten Hilde Mattheis (SPD), Nicole Westig (FDP), Harald Weinberg (DIE LINKE.) und Dr. Kirsten Kappert-Gonther (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) zunächst nach Spanien und dann weiter nach Dänemark, um sich über die in dem jeweiligen Land geltenden Organspendeverfahren zu informieren. Dies teilte die Pressestelle des Deutschen Bundestages am 25.10.18 mit.

    Ergänzend gibt es seit kurzem drei lesenswerte Dokumente des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages zur Organspende.

    » Mehr zur Delegationsreise zu Organspendeverfahren in Spanien und Dänemark und zu den Texten des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages zur Organspende

  54. Logo Bündnis gegen die Widerspruchs- und Erklärungsregelung bei Organspenden

    14.09.18: Organspende-Debatte: Aktionen gegen die geplante Widerspruchsregelung

    Im Zuge der Organspende-Debatte stellen viele Menschen die Frage, was man gegen die geplante Einführung der Widerspruchslösung tun kann. Das bereits 2011 gebildete „Bündnis gegen die Widerspruchs- und Erklärungsregelung bei Organspenden“, das auch Ärzte für das Leben e.V unterstützen, hat ein paar Anregungen zusammengestellt. Diese sollen den persönlichen Protest so einfach wie möglich machen.

    Auf der Bündnis-Webseite www.organspende-widerspruch.de finden Sie unter der Rubrik „Aktionen“ 5 ganz konkrete Tipps wie Sie helfen können, das Vorhaben zu stoppen.

    » Zu den Aktionen gegen die geplante Widerspruchsregelung bei Organspenden auf www.organspende-widerspruch.de

  55. 09.08.18: Debatte um Einführung der Widerspruchslösung bei Organspenden: Lesenswerter Beitrag zu Gründen für sinkende Organspendezahlen

    Im Berliner Tagesspiegel vom 07.08.18 beleuchtet Michael de Ridder in einem lesenswerten Essay vor dem Hintergrund der Debatte um die Einführung einer Widerspruchslösung bei Organspenden die Hintergründe zu den sinkenden Organspendezahlen.

    Sein Fazit: Eine Ursache ist die unredliche Aufklärung. Ebenso würden kulturelle und religiöse Ängste unterschätzt. Und auch das Hirntodkriterium spielt eine wesentliche Rolle.

    Zum Beitrag Geringe Organspenderzahlen: Warum die Deutschen kein Herz haben im Tagesspiegel vom 07.08.18

  56. Titelbild Lebensforum Nr. 126 vom Juni 2018, Zeitschrift der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V.

    19.07.18: Zeitschrift LebensForum Ausgabe 126 vom Juni 2018 online abrufbar

    Seit kurzem ist Ausgabe 126 (Juni 2018) der Zeitschrift „LebensForum“ der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. in Kooperation mit Ärzte für das Leben e.V. und Treffen Christlicher Lebensrecht-Gruppen e.V. (TCLG) online abrufbar.

    Schwerpunktthema ist ein Vorstoß zur Einführung der Widerspruchsregelung bei Organspenden, wonach jeder Organspender werden soll, der nicht zu Lebzeiten ausdrücklich widerprochen hat. Außerdem gibt es einen Beitrag zur ärztlichen Gewissensfreiheit, die Thema einer Kooperations-Fachtagung der ALfA und der Ärzte für das Leben e.V. war.

    Weitere Themen sind u.a. das Drama um Alfie Evans, eine erfolgreiche Therapie im Mutterleib, Natürliche Familienplanung, die Probleme des „Social egg freezing“ sowie die anstehende Pro-Life-Tour der Jugend für das Leben. Ergänzt wird das Heft durch Buchbesprechungen und bioethische Kurzmeldungen.

    Download der Zeitschrift LebensForum Ausgabe 126 im PDF-Format

  57. Prof. Dr. med. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, Bild (c) Bundesärztekammer

    19.04.18: Vor 121. Deutschen Ärztetag: Bundesärztekammer-Präsident Montgomery zu Organspende und Werbeverbot für Abtreibungen

    Der Präsident der Dundesärztekammer, Prof. Dr. med. Frank Ulrich Montgomery, hat im Vorfeld des 21. Deutschen Ärztetag vom 8. bis 11. Mai 2018 in Erfurt bei einer Pressekonferenz eine intensive öffentliche Debatte um das Einwilligungs- oder Widerspruchsverfahren zur Organspende gefordert. Weiters äußerte er sich u.a. zu einem Werbeverbot für Abtreibungen.

    Mehr dazu auf Aerzteblatt.de im Beitrag vom 19.04.18

  58. DBK Banner

    04.08.15: Glaubenskommission der Deutschen Bischofskonferenz veröffentlicht Handreichung zu Hirntod und Organspende

    Am 29.07.15 hat die Glaubenskommission der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) eine „Orientierungshilfe“ zum Thema „Hirntod und Organspende“ veröffentlicht. In dem 28-seitigen Papier kommen die Verfasser ungeachtet jahrelanger Kritik zu dem Schluss, „dass der Hirntod im Sinne des Ganzhirntodes nach unseren heutigen Erkenntnissen das beste und sicherste Kriterium für die Feststellung des Todes eines Menschen darstellt.“ Positiv ist, dass die Kirchenvertreter für eine umfassende Aufklärung und die „enge Zustimmungslösung“ plädieren.

    Der Verein Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. (KAO) übte unterdessen in einer Presseerklärung vom 04.08.15 scharfe Kritik an der kirchlichen „Orientierungshilfe“. „Kritische Aufklärung über Organtransplantation e. V. ist entsetzt, dass die katholische Bischofskonferenz in Deutschland mit der Leugnung, dass die sogenannten „hirntoten Organspender“ Sterbende sind, in überkommen geglaubte Erklärungsmuster zurück fällt“, so der KAO-Vorsitzende Dr. M. Stahnke.

    Weitere Informationen:

    Scharfe Kritik an DBK-Handreichung „Hirntod und Organspende“ Bremen – Am 29. Juli veröffentlichte die Glaubenskommission der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) eine „Orientierungshilfe“ zu „Hirntod und Organspende“. In einer aktuellen Stellungnahme äußerte der Verein Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. (KAO) scharfe Kritik an den kirchlichen Empfehlungen. PRESSEMITTEILUNG Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. (KAO) 04.08.15

    Handreichung zum Thema Hirntod und Organspende Glaubenskommission der Deutschen Bischofskonferenz legt Orientierungshilfe vor PRESSEMITTEILUNG Deutsche Bischofskonferenz 29.07.15

    Hirntod und Organspende Handreichung der Glaubenskommission der Deutschen Bischofskonferenz 28 Seiten, 27.04.15 (Dort zu bestellen oder als Download im PDF-Format)

  59. 2015

  60. Bild Screenshot Stellungnahme Deutscher Ethikrat "Hirntod und Entscheidung zur Organspende" vom 24.02.15

    26.02.15: Deutscher Ethikrat veröffentlicht Stellungnahme zum Thema Hirntod und Entscheidung zur Organspende

    Am 24.02.15 hat der Deutsche Ethikrat seine 189-seitige Stellungnahme „Hirntod und Entscheidung zur Organspende“ vorgelegt. Darin befasst sich das Beratungsgremium ausführlich mit der Kontroverse um den Hirntod und fordert Verbesserungen bei der Information und Kommunikation rund um die Organspende. Außerdem fordert er eine gesetzliche Regelung zu organprotektiven Maßnahmen bei potentiellen Organspendern.

    Mehr dazu in der ausführlichen Presseerklärung des Ethikrates, einem besonders lesenswerten Artikel in der „Welt“: Sind hirntote Organspender wirklich schon tot? und in der aktuellen Presseschau auf www.organspende-aufklaerung.de.

    Ethikrat-Stellungnahme Hirntod und Entscheidung zur Organspende 189 Seiten, veröffentlicht am 24.02.15

  61. 2013

  62. Symbolbild Lebertransplantationsbericht

    05.09.13: Aufarbeitung nach Transplantationsskandalen: Prüfungs- und Überwachungskommission legen Bericht zu allen Lebertransplantationsprogrammen in Deutschland vor – Schwere Richtlinienverstöße auch in Münster

    Am 04.09.13 haben die Prüfungs- und die Überwachungskommission von Bundesärztekammer, Deutscher Krankenhausgesellschaft und GKV-Spitzenverband ihren lange erwarteten Bericht zu den Vor-Ort-Prüfungen aller 24 Lebertransplantationsprogramme in Deutschland für die Jahre 2010 und 2011 vorgelegt.

    Schwerwiegende Richtlinienverstöße stellten die Prüfer in der Universitätsklinik Göttingen und Leipzig sowie in zahlenmäßig geringerem Ausmaß in München rechts der Isar und – neu – in Münster fest. Unbeanstandet blieben lediglich fünf Transplantationszentren. In den restlichen Zentren wurden nur solche Richtlinienverstöße festgestellt, „bei denen sich aufgrund der Umstände des Einzelfalls oder der geringen Anzahl kein Verdacht auf systematische oder bewusste Falschangaben zur Bevorzugung bestimmter Patienten ergab“, heißt es in der Pressemitteilung zur Vorstellung des Berichts abwiegelnd.

    Mehr dazu im Themenspecial auf www.organspende-aufklaerung.de zum Bericht der Prüfungs- und Überwachungskommission zu allen Lebertransplantationsprogrammen in Deutschland

  63. aefdl-logo

    08.07.13: Vorträge der ÄfdL-Jahrestagung zum Thema „Hirntod in der Transplantationsmedizin: reichen die Standards noch?“ abrufbar

    Seit kurzem sind diverse Vorträge unserer Jahrestagung vom 7./8. Juni 2013 zum Thema „Hirntod in der Transplantationsmedizin: reichen die Standards noch?“ abrufbar. Weitere Ergänzungen folgen!

    Vorträge vom Symposium 2013

  64. Screenshot Beschlussempfehlung Gesundheitsausschuss, Deutscher Bundestag 12.06.13

    18.06.13: Nach Transplantationsskandalen: Deutscher Bundestag beschließt Verschärfung des Transplantationsgesetzes

    Der Deutsche Bundestag hat am 14.06.13 kurzfristig und im Eilverfahren eine erneute Änderung des Transplantationsgesetzes beschlossen und Manipulationen bei der Organvergabe unter Strafe gestellt. Zudem werden die Richtlinien der Bundesärztekammer zur Organtransplantation einer Begründungspflicht unterworfen und unter den Vorbehalt der Genehmigung durch das Bundesministerium für Gesundheit gestellt.

    Mit der von allen Fraktionen getragenen Änderung werden die Konsequenzen aus den bekannt gewordenen Manipulationen an Patientendaten an einzelnen Transplantationszentren gezogen. Vor dem Hintergrund der Skandale sind die Organspendezahlen in Deutschland massiv eingebrochen und das Vertrauen in das Transplantationssystem ins Wanken geraten.

    Mehr im Themenspecial der InteressenGemeinschaft Kritische Bioethik Deutschland zum Bundestagsbeschluss zur Verschärfung des Transplantationsgesetzes

  65. aefdl-logo

    27.04.13: Einladung zur 18. Jahrestagung des Vereins „Ärzte für das Leben“ vom 7. bis 8. Juni 2013 in Fulda

    Vom 7. bis 8. Juni 2013 veranstalten Ärzte für das Leben e.V. in Fulda ihre 18. Jahrestagung. Thema ist diesmal: „Hirntod in der Transplantationsmedizin: reichen die Standards noch?“. Die Tagung widmet sich der Frage des Hirntods und seiner Bedeutung für die medizinische Ethik und für den Schutz menschlichen Lebens.

    Zum ausführlichen Programm und zur Anmeldung

  66. 22.03.13: Verhältnis von Patientenverfügung und Organspendeerklärung: Ärzte für das Leben e.V. sehen weiterreichenden Klärungsbedarf

    Münster. Die Bundesärztekammer sieht in einem am 19.03.13 vorgel

    Die Bundesärztekammer hat am 19.03.13 ein Arbeitspapier zum Verhältnis von Patientenverfügung und Organspendeerklärung vorgelegt. Darin sieht sie bei vermutetem Hirntod zwischen der in einer Patientenverfügung festgelegten Therapiebegrenzung und der Bereitschaft zur Organspende keinen Widerspruch. Und dies, obwohl für die Feststellung des Hirntodes bis zur vollendeten Organentnahme umfangreiche intensivmedizinische Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen notwendig sind. Hierzu hat Ärzte für das Leben e.V. eine Pressemitteilung herausgegeben.

  67. 2012

  68. 29.05.12, ergänzt am 16.06.12: Endabstimmung: Deutscher Bundestag verabschiedet Gesetz zur Entscheidungslösung bei Organspenden und Änderung des Transplantationsgesetzes – Bundesrat erteilt am 15.06.12 Zustimmung

    Am 25.05.12 hat der Deutsche Bundestag mit breiter Mehrheit das Gesetz zur Entscheidungslösung bei Organspenden und zur Änderung des Transplantationsgesetzes verabschiedet. Am 15.06.12 erteilte der Bundesrat seine Zustimmung. Damit gibt es einige eingreifende Veränderungen im Vergleich zur bisherigen Regelung, von der nahezu alle Bürgerinnen und Bürger schon bald betroffen sein werden.

    Mehr im Themenspecial auf www.organspende-aufklaerung.de: Bundestag verabschiedet Gesetz zur Entscheidungslösung und Änderung des Transplantationsgesetzes

  69. Bild Gesetzentwurf

    16.03.12: Neuregelung der Organspende – Erste Beratung im Deutschen Bundestag über Gesetzentwurf zur Entscheidungslösung am 22.03.12

    Der Deutsche Bundestag berät am 22.03.12 in erster Lesung über einen fraktionsübergreifenden Gesetzentwurf zur Entscheidungslösung bei Organspenden, zusammen mit einem seit Oktober 2011 vorliegenden weiteren Gesetzentwurf zur Änderung des Transplantationsgesetzes (Drucksache 17/7376), mit dem eine EU-Richtlinie umgesetzt werden soll. Die Beratungen beginnen um 9.00 Uhr. Für die Aussprache, die online auf der Webseite des Bundestages übertragen wird, sind zwei Stunden vorgesehen. Die InteressenGemeinschaft Kritische Bioethik hat zum Verlauf der Debatte umfangreiche Hintergrundinformationen in Form von Themenspecials zusammengestellt.

    Mehr im Themenspecial auf www.organspende-aufklaerung.de zur Neuregelung der Organspende: Erste Beratung im Deutschen Bundestag über Gesetzentwurf zur Entscheidungslösung am 22.03.12

  70. PDF

    Neues vom 10.03.12: Leserbrief zu: „Ein irreführender Begriff“, Die Tagespost v. 06.03.12

    Leserbrief zu: „Ein irreführender Begriff“, Die Tagespost v. 06.03.12 S 2. (Siehe dazu den zugehörigen Artikel in der Tagespost. Als Ärztin möchte ich mich für das lang erwartete kritische b

    Am 05.03.12 erschien in der „Tagespost“ ein lesenswerter Gastkommentar von Bischof Heinz Josef Algermissen „Hirntod – Ein irreführender Begriff“ zur aktuellen Debatte um die Einführung der Entscheidungslösung bei Organspenden. Dr. med. Maria Overdick-Gulden hat dazu einen Leserbrief verfasst.

    Leserbrief zu: „Ein irreführender Begriff“, Die Tagespost v. 06.03.12, S.2 (inkl. Link zum Artikel)

    Siehe zu diesem Thema ergänzend auch den lesenswerten Beitrag Der „Tod“ des Organs Gehirn ist nicht der Tod des Menschen von Rainer Beckmann vom 09.03.12

  71. 2011

  72. 28.09.11: Bündnis gegen die Widerspruchs- und Erklärungsregelung bei Organspenden gestartet

    Seit längerem wird über eine Neuregelung des Transplantationsgesetzes debattiert, mit der die Zahl der Organspender in Deutschland gesteigert werden soll. Vor diesem Hintergund hat sich nun ein breites „Bündnis gegen die Widerspruchs- und Erklärungsregelung bei Organspenden“ formiert. Das Bündnis ist ein Zusammenschluss von diversen Organisationen, Arbeitsgemeinschaften, Vereinen und Einzelunterstützer, die sich gegen die geplante Änderung des Transplantationsgesetzes aussprechen. Auch die Ärzte für das Leben e.V. haben sich dem Bündnis angeschlossen. Am 27.09.11 wurde ein „Appell zur Organspendedebatte in Deutschland“ veröffentlicht. Zudem wurde unter www.organspende-widerspruch.de die Bündniswebseite mit zahlreichen Hintergrundinfos zur Organspende-Debatte freigeschaltet.

    Neues Bündnis gegen die Widerspruchs- und Erklärungsregelung bei Organspenden – Appell zur Organspende-Debatte in Deutschland PRESSEMITTEILUNG Bündnis gegen die Widerspruchs- und Erklärungsregelung bei Organspenden 27.09.11

    Appell zur Organspende-Debatte in Deutschland Vom Bündnis gegen die Widerspruchs- und Erklärungsregelung bei Organspenden, veröffentlicht 27.09.11

  73. 08.06.11: Deutscher Ärztetag: Richtunsgweisende Beschlüsse zur Präimplantationsdiagnostik, Sterbehilfe und Suizidbeihilfe und Organspende

    Beim 114. Deutschen Ärztetag in Kiel vom 31. Mai bis 3. Juni 2011 haben die Delegierten einige biopolitisch richtunsgweisende Beschlüsse gefasst. (Siehe dazu das Beschlussprotokoll und weitere Papiere zum 114. Deutschen Ärztetag.)

    Organspende: Ärztetag plädiert für Informations- und Selbstbestimmungslösung mit Erklärungspflicht In Deutschland warten 12.000 Menschen auf ein Spenderorgan. Jeden Tag sterben drei Patienten, weil nicht rechtzeitig ein passendes Organ zur Verfügung steht. Um die Zahl der Spenderorgane zu erhöhen, hat sich der 114. Deutsche Ärztetag in Kiel dafür ausgesprochen, die Information der Bevölkerung über die Möglichkeiten der Organspende und der Transplantationsmedizin zu intensivieren. PRESSEMITTEILUNG Bundesärztekammer 01.06.11

  74. 2010

  75. PDF

    23.03.10: Zur Diskussion um Organspende und den Hirntod

    Die „Reanimation der Hirntoddebatte“ bleibt aktuell. Das Deutsche Ärzteblatt kündigte in der Ausgabe vom 12.02.2010 an, dass noch in diesem Jahr die EU-Richtlinie zur Organtransplantation zu erwarten ist. Unter deutschen Transplantationsmedizinern besteht keine Übereinstimmung mehr mit bisherigen Regelungen: ist die jetzt geltende erweitere Zustimmungslösung nicht eine Form der Fremdbestimmung (Prof. G. Otto, Mainz)? Entschließt man sich zur „Widerspruchslösung“, und wird diese vom Bürger akzeptiert? Auch werde in Gesprächen mit Patienten und Angehörigen „immer wieder die Angst“ deutlich, „ob man wirklich tot sei, wenn man hirntot ist“.

    Im „Erasmus Medische Centrum“ in Rotterdam geht es (angeblich) um eine „theoretische Diskussion“, z.B. Nieren vor dem Tod der Spender zu entfernen, um funktionstüchtigere Organe für den Empfänger zu erhalten. Doch bestehe die Gefahr, dass nach dem „massiven“ Eingriff der Explantation der „Spender“ nicht schnell stirbt und noch mehrere Stunden an den verursachten Schmerzen leide. (Notiz in: „20 minuten online“ v. 3.3.10)

    Zum Thema „Hirntoddebatte“ s. neue Literatur:

    Prof. Dr. Ralf Stoecker: Ein Plädoyer für die Reanimation der Hirntoddebatte in Deutschland 19 Seiten, in: D. Preuß, N. Knoepffler, K.-M. Kodalle (Hg.), Körperteile – Körper teilen, Kritisches Jahrbuch der Philosophie, Beiheft 8/2009, 41,52, hier veröffentlich mit freundlicher Genehmigung des Verlages Verlag Königshausen & Neumann.

    Vera Kalitzkus: Dein Tod, mein Leben – warum wir Organspenden richtig finden und trotzdem davor zurückschrecken, als TB erschienen bei Suhrkamp 2009

    Sabine Müller: Revival der Hirntoddebatte: Funktionelle Bildgebung für die Hirntoddiagnostik, – veröffentlicht bei Springer, published online: 29.01.2010.

    mehr zum Inhalt im kostenfreien Abstract unter dem Link

    Fazit der Autorin: „Wünschenswert wäre eine offenen Debatte über den Hirntod unter Einschluss der Öffentlichkeit, insbesondere über die Frage, ob es legitim ist, aus Hirntoten, die noch Integration somatischer Funktionen zeigen, lebensnotwendige Organe zu explantieren, und wenn ja, unter welchen Bedingungen.“ Der Übergang zur Tötung auf Verlangen wäre dann präformiert.

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