Fachinformation

Schwangerschaft

Hier finden Sie Fachinformationen zur Schwangerschaft, angefangen von der Befruchtung über die Entwicklung des Embryos in allen Stadien bis zur Geburt, sowie zum Thema FertilityCare und zur Entwicklung einer künstlichen Gebärmutter.

Übersicht

Buch-Rezension: Neun Monate bis zur Geburt

Michael Kiworr: Neun Monate bis zur Geburt.
Neun Monate bis zur Geburt Michael Kiworr

Michael Kiworr ist Frauenarzt und Spezialist für Geburtsmedizin, dazu Theologe. Mit diesem Buch zeigt er in Text und Bild den derzeitigen Erkenntnisstand über die Entwicklung des Menschen von der Zeugung bis zur Geburt auf. Mehr noch, er zeigt, dass diese Entwicklung auch nach der Geburt weitergeht und Teil eines noch größeren Kontinuums ist, das erst mit dem Tod endet. Damit widerlegt das Buch, all jene, die meinen, einzelne Entwicklungsstadien mit Phasen gleichsetzen zu können, in denen der Mensch noch keiner oder schon nicht mehr einer sei.

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Neues zum Thema Schwangerschaft / Leihmutterschaft / Eizellspende

2024

10. November 2024

Reaktionen von Lebensrechtsverbänden zum Ende der Ampel-Koalition

Debatte um §218 Schwangerschaftsabbruch

Ende letzter Woche zerbrach die Ampelkoalition. Nun wird es zeitnahe Neuwahlen geben. Deutsche Lebensschutz-Organisationen begrüßen mit Blick auf bioethische Reformprojekte das Ende der aktuellen Bundesregierung.

In einem Beitrag der katholischen „Tagespost“ vom 08.11.24 erklärten u.a. CDL und BVL, warum sie das Ende begrüßen und wie es weitergehen könnte.

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28. Oktober 2024

Italien: Debatte um Verbot der Leihmutterschaft

Italien

Mitte Oktober hat das italienische Parlament ein Gesetz verabschiedet, das die Inanspruchnahme von Leihmutterschaften im Ausland verbietet. In Italien selbst ist die Leihmutterschaft bereits seit 2004 verboten.

Gegen die Ausweitung des Verbots regt sich nun Protest u.a. von Seiten der Ärzteschaft, berichtete das Ärzteblatt Online am 22.10.24.

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4. Oktober 2024

Studie: Häufigere Gesundheitsschäden bei Leihmüttern und Kindern nach Eizellspende

Offenbar sind Leihmütter und Kinder nach Eizellspende häufiger mit gesundheitlichen Komplikationen konfrontiert als das bei Schwangerschaften aus natürlicher Zeugung der Fall ist. Das ist das Ergebnis einer aktuellen kanadischen Studie, über die das österreichische Institut für Medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE) am 02.10.24 berichtete.

In dem IMABE-Beitrag geht es außerdem um ein Gerichtsurteil zum Fall einer britische Leihmutter, deren homosexuellen Bestell-Eltern ihr den Kontakt zu ihrem Sohn verbieten wollten, mit der Begründung, sie seien eine „mutterlose Familie“.

9. August 2024

PM Ärzte für das Leben e.V.: Eizellspende ist „Leihmutterschaft light“ und eine „Einstiegsdroge in den Menschenhandel“

Berlin 09.08.24 – Vor wenigen Tagen hat der Mannheimer Jurist Jochen Taupitz erneut gefordert, die Eizellspende in Deutschland zu legalisieren. Ärzte für das Leben e.V. (ÄfdL) lehnen diesen Vorstoß energisch ab. Die Eizellspende sei „Leihmutterschaft light“ und eine „Einstiegsdroge in den Menschenhandel“, erklärte der ÄfdL-Vorsitzende, Professor Paul Cullen.

22. Juli 2024

Nächster Schritt: Aufhebung des Verbots der Eizellspende geplant

Paragraf

Nach dem von der Ampelkoalition kürzlich durchgesetzten Verbot der „Gehsteigbelästigung“ vor Abtreibungs- und Beratungseinrichtungen braut sich ein weiterer biopolitischer Vorstoß zusammen. Konkret hält Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) eine Initiative zur Legalisierung der in Deutschland bislang verbotenen Eizellenspende für umsetzbar – noch vor der Bundestagswahl im September 2025.

Darüber berichtete die katholische „Tagespost“ am 17.07.24. Es soll demnach dazu fraktionsübergreifend ein Gesetzentwurf aus der Mitte des Parlaments erarbeitet werden.

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4. Juni 2024

IMABE-„Interview des Monats“ zum Thema Leihmutterschaft

Im aktuellen „Interview des Monats“ vom 29.05.24 mit dem Institut für Medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE) berichtet Olivia Maurel, Sprecherin der Casablanca-Declaration zur Abschaffung der sogenannten Leihmutterschaft, über ihre Erfahrungen als Kind einer Leihmutter.

Sie kritisiert darin u.a. die fehlende Aufklärung der Leihmütter durch Agenturen. Zudem berichtet sie, dass sie mit insgesamt acht weiteren Leihmutterkindern in Kontakt stehe, die alle „Probleme mit ihrer psychischen Gesundheit“ hätten.

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12. März 2024

BVL-Fachtagung am 20.04.24: Grenzbereiche des Lebens – zwischen Anspruch und Wirklichkeit

BVL-Fachtagung 2024

Am 20. April 2024 veranstaltet der Bundesverband Lebensrecht (BVL) in Köln in Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk Köln eine Fachtagung im Rahmen der „Woche für das Leben“ zum Thema: „Grenzbereiche des Lebens – zwischen Anspruch und Wirklichkeit“.

Es erwarten Sie wie immer hochkarätige Referentinnen und Referenten, spannende, aktuelle Themen und interessante Diskussionen. Eine Anmeldung bis 08.04.24 ist erforderlich, die Veranstaltung wird auch live im Internet übertragen.

21. Januar 2024

Debatte um internationale Regelung der Leihmutterschaft: Betroffene Kinder aus Leihmutterschafts-Verträgen klagen an

Symbolbild Leihmutterschaft

EU öffnet mit dem „Elternschaftszertifikat“ der umstrittenen Praxis weitere Tore

„Weder der Körper der Frau noch die Geburt eines Kindes können in Form von Produktion und Warenaustausch gehandelt werden, ohne dass dabei die Rechte des Einzelnen grob verletzt werden.“ Das betonte Susanne Kummer, Direktorin des Wiener Bioethikinstituts IMABE in einem Beitrag vom 10.01.24. Erst kürzlich hatte Papst Franziskus vor 180 Diplomaten ein internationales Verbot von Leihmutterschaft gefordert.

Hintergrund ist die Debatte um einen internationalen Rechtsrahmen für Leihmutterschaft. Hier hatte sich das Parlament der Europäischen Union für die EU-weite Anerkennung der Elternschaft ausgesprochen mittels eines sogenannten „Elternschaftszertifikat“. Dies soll unabhängig sein von der Art der Familie des Kindes und davon, wie das Kind empfangen oder geboren wurde.

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12. Januar 2024

2024: Entscheidende Weichenstellungen zur Leihmutterschaft

Sowohl in Deutschland als auch international auf EU-Ebene ist schon länger eine Debatte über die rechtliche Regelung der Leihmutterschaft im Gange. Das Jahr 2024 könnte die entscheidenden Weichenstellungen bringen.

Konkret geht es um eine weltweite Ächtung einer menschenverachtenden Praxis oder eine globale Legalisierung eines Rechts auf Kinder für alle. Die katholische Tagespost beleuchtet in einem Beitrag vom 12.01.24 ausführlich den Stand der Debatte und die möglichen Folgen.

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2023

5. November 2023

Fachtagung Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft (AKF): Kritik an geplanter Neuregelung von Eizellspende und Leihmutterschaft

Am 03.11.23 veranstaltete der Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft (AKF) in Berlin seine Jubiläums-Fachtagung zum 30-jährigen Bestehen. Dabei warnten Mitglieder der AKF vor einer Vermarktung weiblicher Körperfunktionen im Zuge einer Liberalisierung von Leihmutterschaft und Eizellspende.

30. Oktober 2023

EU-Parlaments-Ausschuss verurteilt Leihmutterschaft als Menschenhandel

EU-Recht Symbolbild

Der Ausschuss des EU-Parlaments für Frauenrechte und bürgerliche Freiheiten hat eine Änderung der „Richtlinie zur Verhütung und Bekämpfung des Menschenhandels und zum Schutz seiner Opfer“ beschlossen. Darin wird Leihmutterschaft erstmals auf eine Stufe mit Verbrechen wie Sklaverei, Zwangsheirat, illegale Adoption oder Ausbeutung von Kindern gestellt, berichtete das Institut für Medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE) am 30.10.23.

Demnach könnte der Beschluss noch vor Weihnachten im EU-Rat und der Kommission behandelt werden und damit die Weichen für ein EU-weites Verbot von Leihmutterschaft stellen.

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28. August 2023

IMABE und „Aktion Leben“ fordern internationales Verbot von Leihmutterschaften

Auf der griechischen Insel Kreta gab es jüngst einen Skandal um Leihmutterschaften. Vor diesem Hintergrund fordern das Institut für Medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE) und die „Aktion Leben“ aus Österreich ein internationales Verbot von Leihmutterschaften.

Über die Kritik der beiden Organisationen zur Leihmutterschaft berichtete ausführlich das katholische Nachrichtenportal kath.net unter Berufung auf kathpress am 26.08.23.

20. August 2023

Fachbeitrag: Forschende bieten Neudefinition für den Begriff Embryo

Eine internationale Gruppe um Nicolas Rivron vom Institute of Molecular Biotechnology der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (IMBA) schlägt in einem Beitrag einer Fachzeitschrift eine neue Definition vor zur Frage, ab welchem Entwicklungsschritt ein Embryonenmodell einem natürlich gezeugten Embryo gleichgestellt werden sollte.

Hintergrund der Debatte sind zahlreiche Publikatione zu Embryonenmodellen in den vergangenen Sommermonaten, die für Aufsehen sorgten. Über den Vorschlag zur Enbryo-Neudefinition berichtete das Ärzteblatt online am 18.08.23.

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2022

16. November 2022

Jahrbuch 2021 des Deutschen IVF-Registers erschienen mit neuesten Zahlen zur Reproduktionsmedizin

Am 05.11.22 ist das Jahrbuch 2021 des Deutschen IVF-Registers (D·I·R)® erschienen, das detailliert Auskunft über die neusten Zahlen und Fakten zur Reproduktionsmedizin gibt. Hierauf machte das D·I·R® in einer Pressemitteilung vom selben Tag aufmerksam.

Das Jahrbuch enthält Auswertungen zu 128.709 Behandlungszyklen aus 140 Mitgliedszentren für das Jahr 2021 und bietet einen wichtigen Überblick zu den Fortschritten in der Kinderwunschbehandlung. Kontinuierlich werden dazu Behandlungsdaten der Kinderwunschzentren ausgewertet.

9. November 2022

Reproduktionsmedizin: Experten gegen Legalisierung der Eizellspende und Leihmutterschaft

In der Debatte um eine Legalisierung der Eizellspende und der sogenannten Leihmutterschaft stellen sich kritische Stimmen aus der Fachwelt gegen eine weitere Kommerzialisierung der Fruchtbarkeitsmedizin.

Dies berichtete das österreichische Institut für Medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE) am 05.11.22. Hauptargument seien unerforschte Langzeitfolgen, die Gefahr der Ausbeutung sowie gesundheitliche Risiken für die beteiligten Frauen und Kinder.

Der Beitrag beleuchtet u.a. eine aktuelle diesbezügliche Stellungnahme der Arbeitsgruppe Eizellspende des deutschen Arbeitskreises Frauengesundheit in der Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft sowie weitere Hintergründe zur Debatte.

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17. Juli 2022

Zahl der Totgeburten je 1.000 Geborenen seit 2007 um 24 Prozent gestiegen

Im Jahr 2021 wurden in Deutschland 3.420 Kinder tot geboren. Dies entspricht 4,3 Totgeburten je 1000 Geborenen. Damit ist die Quote nach einem Tiefstand von 3,5 Totgeburten je 1000 Geborenen im Jahr 2007 seit 2010 tendenziell gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am 15.07.22 mit. 2020 und 2019 gab es jeweils 4,1 Totgeburten je 1 000 Geborene.

2021

11. November 2021

Bundessozialgericht: Keine künstliche Befruchtung bei gleichgeschlechtlichen Paaren zulasten der Krankenkasse

Bundessozialgericht

Gleichgeschlechtliche Paare haben keinen Anspruch gegen die gesetzlichen Krankenkassen auf eine Kinderwunschbehandlung. Dies hat der 1. Senat des Bundessozialgerichts (BSG) am 10. November 2021 entschieden (Aktenzeichen: B 1 KR 7/21 R).

„Medizinische Maßnahmen zur Herbeiführung einer Schwangerschaft sind nach § 27a Absatz 1 Nummer 4 SGB V nur dann der Krankenbehandlung und damit den Leistungen der Krankenversicherung zuzurechnen, wenn ausschließlich Ei- und Samenzellen der Ehegatten verwendet werden (sogenannte homologe Insemination)“, heißt es in der BSG-Pressemitteilung zum Urteil. Der Gesetzgeber sei von Verfassungs wegen nicht gezwungen, auch eine Kinderwunschbehandlung unter Verwendung von Spendersamen (sogenannte heterologe Insemination) vorzusehen.

8. November 2021

Neue Studie: Eizellenspende erhöht Gesundheitsrisiken für Mütter und Kinder

Frauen, die nach Eizellenspende im Rahmen einer In-vitro-Fertilisation (IVF) schwanger werden, müssen mit hohen Komplikationsraten rechnen. Zudem entstehen für Ungeborene im Zuge einer Eizellspenden-Schwangerschaft erhebliche gesundheitliche Risiken.

Dies berichtete ausführlich das österreichische Institut für Medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE) am 05.11.21 unter Berufung auf eine im Oktober veröffentlichte Studie von drei deutschen Geburtskliniken. Hintergrund ist eine aktuelle Debatte über eine mögliche Legalisierung der Eizellspende in Deutschland.

29. Oktober 2021

Fortpflanzungsmedizin: Leopoldina und Konrad-Adenauer-Stiftung starten Dialogplattform

Dialogplattform "Fortpflanzungsmedizin diskutieren" von der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und Konrad-Adenauer-Stiftung

Am 28.10.21 haben die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und die Konrad-Adenauer-Stiftung eine Dialogplattform zur Fortpflanzungsmedizin gestartet.

Rege Beteiligung ist ausdrücklich erwünscht. Machen Sie mit und bringen Sie Ihre kritische Stimme ein!

21. Januar 2021

Öffentliche Sitzung des Bundestags-Gesundheitsausschusses zum Embryonenschutzgesetz am 27.01.21

Am 27. Januar 2021 um 15.30 Uhr veranstaltet der Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages eine Öffentliche Sitzung zum Embryonenschutzgesetz. Diskutiert wird der „Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Embryonenschutzgesetzes – Kinderwünsche erfüllen, Eizellspenden legalisieren“ der FDP-Fraktion vom 05.03.2020 (BT-Drucksache 19/17633). Dies teilte der Bundestag in einer Presseaussendung vom 21.01.21 mit.

Die Anhörung findet aufgrund der aktuellen Situation ohne Publikum statt. Die Sitzung wird zeitversetzt am 28.01.21 um 13.30 Uhr im Internet unter www.bundestag.de übertragen. Am Folgetag ist sie unter www.bundestag.de/mediathek abrufbar.

Weitere Informationen:

2020

25. Juli 2020

Kinderwunschbehandlung: Regierung will doch keine bundesweite Förderung

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Die Bundesregierung will, anders als im Koalitionsvertrag vereinbart, doch keine bundesweiten Zuschüsse für Kinderwunschbehandlungen einführen. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion hervor, berichtet das Aerzteblatt online am 24.07.20.

Aktuell können Paare mit unerfülltem Kinderwunsch nur in den Bundesländern staatliche Gelder beantragen, die sich an der Bundes-Förderkooperative „Hilfe und Unterstützung bei ungewollter Kinder­losigkeit“ beteiligen und in diesem Rahmen selber eine finanzielle Förderung anbieten, heißt es zum Hintergrund der Anfrage.

Weitere Informarmationen:

2019

23. August 2019

Klare Antwort: Bundesregierung plant keine Aufhebung des Eizellspenden-Verbots

Antwort zur Eizellenspende

Die Bundesregierung plant keine Abkehr vom Verbot der Eizellspenden. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung vom 15.08.19 auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion hervor.

„Mit dem im Embryonenschutzgesetz (ESchG) verankerten Verbot der Eizellspende hat der Gesetzgeber im Jahr 1991 für Deutschland eine Grundsatzentscheidung getroffen.“, betont die Bundesregierung in der Vorbemerkung der Antwort. Durch das Verbot solle im Interesse des Kindeswohls die Eindeutigkeit der Mutterschaft gewährleistet werden.

2018

25. Juni 2018

Experten befürworten bei Sachverständigenanhörung FDP-Antrag zur Hilfe bei unerfülltem Kinderwunsch

Ein Antrag der FDP-Bundestagsfraktion zur „Reform der Richtlinie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zur assistierten Reproduktion“ (Drucksache 19/585) stößt bei Experten in weiten Teilen mehrheitlich auf Zustimmung. Dies wurde in einer öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Deutschen Bundestag am 25.06.18 deutlich. Die Sachverständigen sprachen sich laut Bundestags-Bericht überwiegend dafür aus, dass entweder der Staat oder die gesetzlichen Kassen einen höheren Anteil der Kosten für eine künstliche Befruchtung übernehmen sollen.

1. Juni 2018

Assistierte Reproduktion: Bundesärztekammer (BÄK) veröffentlicht neue Richtlinie

Bild Bundesärztekammer Richtlinie Assistierte Reproduktion

Die Bundesärztekammer (BÄK) hat am 01.06.18 die „Richtlinie zur Entnahme und Übertragung von menschlichen Keimzellen im Rahmen der assistierten Reproduktion“ veröffentlicht. Mit der vom Wissenschaftlichen Beirat der Bundesärztekammer im Einvernehmen mit dem Paul-Ehrlich-Institut erstellten Neufassung wird die bisherige „(Muster-)Richtlinie zur Durchführung der assistierten Reproduktion“ gegenstandlos.

„Mit dieser Richtlinie übernimmt die Ärzteschaft weiter Verantwortung für die medizinisch-wissenschaftlichen Belange der Reproduktionsmedizin und schafft transparente, bundeseinheitliche Regelungen für Ärzte und Menschen mit unerfülltem Kinderwunsch“, erklärte Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery in einer Presseaussendung.

Die Richtlinie verzichte ganz bewusst auf eine Interpretation von rechtlich nicht eindeutig geregelten, häufig gesellschaftspolitischen Fragen in diesem Bereich.

2017

PM 24.10.17: Fortpflanzungsmedizingesetz der Nationalen Akademie der Wissenschaft „Leopoldina“: Eklatanter Verstoß gegen die Menschenrechte

Am 18. Oktober 2017 hat die Arbeitsgruppe „Eckpunkte für ein Fortpflanzungsmedizingesetz“ der Nationalen Akademie der Wissenschaft „Leopoldina“ ein Positionspapier veröffentlicht, das ihrer Meinung nach in der kommenden Legislaturperiode aufgegriffen werden sollte. Ärzte für das Leben e.V. kritisierten diesen Vorstoß in einer Pressemitteilung scharf.

2016

13. Oktober 2016

Klares Signal für die Würde des Menschen: Europarat lehnt Leihmutterschaft ab

council of europe

Die parlamentarische Versammlung des Europarats lehnte in ihrer Sitzung am 11.10.16 in Straßburg einen Antrag ab, der die Leihmutterschaft in Europa etablieren wollte. Hierauf machte die Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. in einer Presseaussendung vom 12.10.16 aufmerksam.

19. September 2016

[Urteil: Keine Feststellung der Vaterschaft des deutschen Samenspenders für in Kalifornien kryokonservierte Embryonen]()

Eingang Bundesgerichtshof

Beschluss vom 24. August 2016 – XII ZB 351/15

Der u.a. für Familienrecht zuständige XII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat sich mit der Frage befasst, ob ein deutscher Samenspender als Vater der mit seinem Sperma gezeugten, in einer kalifornischen Fortpflanzungsklinik in flüssigem Stickstoff eingefrorenen Embryonen festgestellt werden kann. Seine Rechtsbeschwerde vor dem Bundesgerichtshof ist erfolglos geblieben. Allerdings ist die internationale Zuständigkeit der deutschen Gerichte nach § 100 Nr. 1 FamFG* gegeben, weil der Antragsteller, der die Feststellung seiner Vaterschaft begehrt, Deutscher ist.
PRESSEMITTEILUNG Bundesgerichtshof 19.09.16

Siehe ergänzend:

8. September 2016

Tag des alkoholgeschädigten Kindes am 9. September 2016: Aufklärung über die Risiken von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft

Anläßlich des „Tag des alkoholgeschädigten Kindes“ am 09.09.16 stärken Bundesdrogenbeauftragte, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und Verbände der Schwangerenvorsorge gemeinsam die Aufklärung über die Risiken von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft.

23. März 2016

Deutscher Ethikrat empfiehlt gesetzliche Regelung der Spende und Adoption überzähliger Embryonen

Screenshot Titelbild Ethikrat-Stellungnahme vom 22.03.16 zu Embryospende, Embryoadoption und elterliche Verantwortung

Am 22.03.16 veröffentlichte der Deutsche Ethikrat seine Stellungnahme mit Empfehlungen zur gesetzlichen Regelung der Embryospende, Embryoadoption und Übernahme elterlicher Verantwortung. Mehr dazu in der Pressemitteiling des Ethikrates.